Ostern 2001 war der Umbau abgeschlossen. Nach und nach hatten wir den Altbau von seinen kleineren und größeren Wehwehchen befreit und ihm ein neues Innenleben verpasst. Mit viel Schweiss und nicht nur Herz-Blut, wandelte sich so mit jedem voranschreitenden Tag das Gesicht dieses naturgeschützten Baudenkmals. Im hinteren Teil des Grundstücks wuchsen zudem die Appartements zu einem dreistöckigen Anbau und pünklich zur Fertigstellung zogen die ersten Gäste ein.


Am 29.5.2000 wurde das Haus erworben, Verkäufer war Karl-Heinz Wessels. Er lebte lange allein in diesem grossen Haus, dessen Ausbesserungsarbeiten er mit zunehmendem Alter immer weniger nachkommen konnte. So kam es zum Auszug und späteren Verkauf. Die Natur hatte das Grundstück in Beschlag genommen und liess es sich nur mit vereinten Kräften wieder aus den Händen reissen - was die zukünftigen "Appartements am Kurpark" mehr oder weniger unbeschadet überstehen sollten.

 

Bis zum Jahre 1956 diente das Haus der "Kaffeerösterei Wessels & Co.", einem Unternehmen, das bis über die Grenzen des Ammerlandes bekannt war. Die Kaffeebohnen wurden direkt aus Übersee geliefert und im damaligen Zwischenbau geröstet und gemahlen. Die hierzu nötigen Maschinen wurden beim Kauf dem "Museum Specken" ebenso vermacht, wie das eine oder andere Fundstück auch. Zum Dank hängt dort auch ein kleines Foto der renovierten "Appartements am Kurpark" im Vergleich zu älteren Lichtbildaufnahmen mit nicht weniger Charm.


Seit 1937 war das Gebäude im Besitz der Familie Wessels. Die Familie verkaufte den eigens gerösteten und gemahlenen Kaffee in Verkaufsräumen im Erdgeschoss - den heutigen Frühstücksräumen. In der ersten Etage lag eine für damalige Verhältnisse herrschaftliche Betreiberwohnung, die zweite Etage blieb weitestgehend unbewohnt. Der Keller wurde zur Anlieferung und Lagerung der Röstbohnen genutzt, welcher über einen kleinen, noch heute existierenden Nebeneingang zu erreichen war.


Im Jahre 1913 war Johann Siems Bauherr. Zu der Zeit wurde auch das Freilichtmuseum nach und nach errichtet. Das Bauernhaus gegenüber wurde z. B. am 7. Juni 1910 eingeweiht. Es war ein Zeichen des Aufschwung, welcher von dem damaligen "Verschönerungs-Verein in und bei Zwischenahn" ausging - dem heutigen "Verein für Heimatpflege". Den Wettlauf mit der Fertigstellung des Spiekers verlor man zwar, doch reihte man sich in die Errichtung der angrenzenden Häuser ein.

 


D´rum herum


 


 


 




 

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